Bericht aus 2008 : Bericht über den Tierheimalltag in Süditalien

Obwohl meine Arbeit schon einige Jahre zurück liegt, hat sich an den Zuständen in Italien nichts geändert. Das korrupte System besteht weiter und die Hunde sind die Leid tragenden. Wenn Sie verstehen wollen, wie es um die Situation in Italien bestellt ist, dann können Sie hier mehr erfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

07.09.2016

Vorgestern, am 7.9.  war die Anhörung, wo es darum ging, dass mein Verein ohne Grund aus dem umbrischen Register gestrichen wurde. Was bedeutete, dass ich keine Hunde mehr aus Umbrien über meinen Verein bekomme. darum musste auch Anette mit Hardy die 4 Hunde aus Montefranco persönlich holen. Kurz vor seinem Urlaub hat Paolo, der Kollege von Raffaella, ein Verwaltungsspezialist, sich noch bis Früh morgens hingesetzt und die Rechtfertigung geschrieben, die perfekt war – wir waren sicher zu gewinnen.

Nun, gestern gab es schon ein (vorläufiges) Urteil, was nicht schlimmer ausfallen hätte können: das Gericht hat der Region Umbrien Recht gegeben und auch das Prozedere, das vor über 2 Jahren extra wegen meiner Adoptionen von einer Funktionärin der Region formuliert wurde, könnte gestrichen werden. Die Richter meinten, dass dieses Prozedere von einer „nicht kompetenten“ Stelle ausgestellt wurde (da gebe ich ihnen sogar Recht J)

Für mich/uns bedeutet dass, dass ich mich noch die übergeordnete Stelle „Consiglio di Stato“ wenden kann, um den Schwachsinn der umbrischen Richter gerade zu biegen … (was natürlich nicht sicher ist, auch wenn sie diese Stelle in Rom befindet und man annehmen sollte, dass dort korrekte und nicht korrumpierbare Richter sitzen, als in der Provinz). Leider ist das keine sofortige Entscheidung, sondern wird Monate dauern.

Raffaella ist fix und fertig, es ist keine Kleinigkeit, die wir verloren haben – es ist ein enormer (Image-)Schaden entstanden, den wir versuchen so klein wie möglich zu halten, aber ich muss gestehen, dass mir komplett die Lust vergangen ist. Die umbrischen Hunde tun mir leid, aber ich kann mich nicht mit einer Region messen, mein ganzes Leben auf diesen ungleichen Kampf auslegen (eine Behörde gewinnt immer gegen einen Privaten, auch wenn sie noch so Unrecht hat!!) abgesehen von der finanziellen Belastung, die ich nach wie vor alleine trage.

In Folge bedeutet das, dass ich über meinen Verein KEINEN Hund mehr aus Umbrien bekomme – Adoptanten, die ein Herz, ein bisschen Zeit und Lust haben, müssten hier her kommen, gerne als Gast von MOntefranco (oder mir) und sich ihren Hund persönlich abholen – das ist EU Recht und dagegen können diese Armleuchter nichts machen.

Ich bitte Euch diese Info auf die HP zu nehmen: dick, fett in rot … wie auch immer – dass die ganze Welt über die Willkür der Italiener informiert wird.

Rachele sagt, dass ihre Hunde nicht zurückbleiben dürfen und sie alles macht, was nötig  und in ihrer Macht ist. Ich habe kein Interesse an den Hunden Umbriens – die Gemeinde hat mich um Hilfe gebeten und ich zahle den Preis dafür.

 

24.08.2016

Wir sitzen alle vor den Nachrichten. Es ist wirklich furchtbar – man hat es bis Rom, sogar Neapel gespürt.

Raffaella hat die Nacht mit dem Hund im Auto verbracht.

Die Hunde von Assunta haben schon 45min vorher angeschlagen. Sie ist dann wieder ins Bett gegangen und um  3.30 hat alle gewackelt.

Rosanna hat erzählt, dass die Wände von ihrem Haus gewackelt haben und es sehr lange gedauert hat.

Betty schreibt, dass es ihr gut geht, aber die Dörfer herum kaputt sind, sie wollte jetzt dorthin fahren und Hilfe anbieten (sie ist ja Architektin).

Antonella vom WWF aus Umbrien berichtet, dass es sehr stark war und die Türen der Kästen alle aufgeklappt sind.

Rachele fährt in ihrem Ort herum und begutachtet eventuelle Schäden, aber es geht ihr gut, keine Opfer dort.

Bei mir in Montelibretti war es auch sehr stark zu spüren. Die Pferde waren schon eine Stunde vorher unruhig und liefen wie verrückt herum.

Es ist wir 2009 in l´Aquila. Es hat alle mitten in der Nacht im Schlaf getroffen, die Leute stehen unter Schock. Noch viele Menschen, Kinder unter den Trümmern. Es sind alles Bergdörfer und in der Nacht ist es eisig kalt. Wir sammeln hier Decken, Jacken, Pullover, … wir gehen auf den Winter zu und die Leute werden leider in Zelten leben müssen, es wird noch lange dauern, alles wieder aufzubauen L.

Amatrice ist zu 70% zerstört, sowie Accumoli. Bis jetzt 22 Tote. Wir haben schon vielen Hunden aus Amatrice geholfen -  auch jetzt ist noch ein Hund im Dog V. ich kann mich erinnern, dass damals in l´Aquila auch viele Tiere unter dem Erdbeben gelitten haben. Wir haben Futterspenden geschickt. Ich habe allen, die ich kenne das ok gegeben, Hunde, die herrenlos sind, die verloren gegangen sind, … ins Dog v zu bringen.

In den canili gibt es keine Probleme, weil es ja nur Zäune sind, die max gewackelt haben. Allen Hunden geht es gut.

 

09.06.2016

GEWONNEN!!!!!!!!!!!!

Heute hat Raffaella den ersten Prozess, den ich gegen eines dieser Subjekte im Feb 2012 angestrengt habe, haushoch gewonnen!!! Der Typ muss Prozesskosten übernehmen und auch noch Schmerzensgeld zahlen!! Nach 4,5 Jahren konnte endlich DIESER Prozess abgeschlossen werden und dann auch noch mit so einem Ergebnis! Das gibt Mut und ich hoffe, dass es die Runde unter den anderen macht, die auch angezeigt worden sind und sie nun anfangen zu zittern! Raffa ist unschlagbar!

Ich freue mich so, kann es gar nicht sagen. Raffa hat gesagt, dass die beiden letzten Zeugen eine ganz schlechte Figur gemacht haben, dass der Richter komplett verstanden hat, worum es ging und er den Mann hart bestraft hat! auch der Gegenanwalt war schlecht und hat nur herumgestammelt … sie hat sie alle in Grund und Boden gestampft beim Schlussplädoyer! 

Hoffentlich ist das der Auftakt von sämtlichen weiteren Prozessen, die ich am Laufen habe – (habe etwas den Überblick verloren J)

 

04.06.2016

Nach 4 Jahren Kampf auf Legaler Ebene, hier eine kurze Zusammenfassung der aktuellen Geschehnisse:

ich habe mal zusammengeschrieben, was hier in den Gerichtssälen fast einmal im Monate erlebe. Das ist bitte nur zu Eurer Info und  nicht zur Veröffentlichung (leider) – sonst haben die etwas in der Hand gegen mich, obwohl ich nichts Unwahres schreibe … aber es ist eben MEIN Gesichtspunkt.

Also zu Eurer Info – mehr nicht. Ich musste ein bisschen Dampf ablassen, nach diesem unsäglichen Tag.

Im August 2012 musste ich leider 4 Leute anzeigen, die mich auf das übelste verleumdet haben und es immer noch ungestraft tun können. Drei von denen haben mich via Internet der schlimmsten Dinge bezichtigt: „ich würde Hunde nach D deportieren, ein wahrer Holocaust für die Tiere, die dann in Lager verschwinden würden. Ich würde sie zu diesem Zweck zusammentreiben, wie das schon vor Jahren in einem anderen Kontext mit Menschen passiert wäre (man beachte die Wortwahl). Ich würde die Hunde an Labors zu Zwecken der „Vivisektion“ verkaufen, wo meine dt. Schergen,  Fleischer, die als Forscher verkleidet, sie  auf die schlimmste Art und Weise quälen und zerteilen würden, wie das in der DDR  und unter Mengele üblich gewesen wäre (alles mit dementsprechenden schrecklichen Fotos unterlegt). Ich würde illegalen Handel betreiben, ein paar Hunde würden zum Schein adoptiert werden, während der Grossteil, man denkt an 25.000 Hunde im Jahr,  auf Nimmerwiedersehen verschwinden würden. Ich werde mit der Mafia in Zusammenhang gebracht. Ich beliefere auch Bordelle mit den armen Tieren, verdiene grosses Geld und bin überhaupt das Monster, der „Todesengel“ schlichthin. Es wird Alarm geschlagen, Fotos gepostet, von toten Tieren oder Hunden in schlimmsten Konditionen, die nichts mit mir zu tun haben. Es werden Briefe an Bundespräsidenten, Präsidenten verschiedenster Regionen, Bürgermeister verschiedener Gemeinden, ASL und wer weiss wen geschickt, deren Inhalt einer psychiatrischen Abteilung entstammen könnte. Private Mails und vertrauliche Dokumente mit sensiblen Daten werden ohne Scheu auf homepages und ins FB gestellt. Hetzerische alarmierende Artikel werden an verschiedene on-line Journale geschickt und veröffentlicht. Titel: DEPORTATION VON HUNDEN AUS SÜDITALIEN – UNBEKANNTE DESTINATION IN DEUTSCHLAND! ALARM!

So weit so schlecht. Nach 4 Jahren (!!), in denen ungestraft weitergeschrieben und verleumdet werden darf und die geneigte Leserschaft im FB zum Aufstand angestiftet wird, müsste doch ein Richter endlich herausgefunden haben, ob diese Leute zu verurteilen wären oder nicht. Tja, wenn der Prozess denn nun mal überhaupt angefangen hätte …

Wie kommt es zu so einer Verzögerung?

Fangen wir 2012 an: die Staatsanwältin bekommt Anfang August die Anzeige auf den Tisch und es vergehen Monate des Schweigens, die Anklageschrift wird nicht formuliert. Verschiedene Versuche meiner Anwältin mit der Staatsanwältin zu reden verlaufen im Nichts. Nach fast einem Jahr (Okt.2013) beschliesst die Staatsanwältin den Fall zu den Akten zu legen, trotz erdrückender Beweise, meint sie, es würde sich nicht um Verleumdung handeln… meine Anwältin erhebt Einspruch, der Fall kommt zu einem anderen Staatsanwalt, der sich wegen Befangenheit weigert die Anklage zu erheben – wieder vergeht Zeit. Endlich kommt der Akt auf den Schreibtisch eines Richters, der sofort bestimmt, dass die Staatsanwältin die Anklage erheben muss … und wieder vergehen Monate des Wartens (mittlerweile ist es 2014). Meine Anwältin versucht ihr Möglichstes und ist mehrmals im Sekretariat vorstellig – mit dem Ergebnis: der Akt ist verloren gegangen! Und wieder vergehen Monate, bis meine Anwältin selber ins Gericht fährt und nach einigen Nachforschungen den Akt wiederfindet. Die Staatsanwältin könnte jetzt die Anklage erheben, was auch passiert, aber leider eine schlecht aufgesetzte Klageschrift ergibt (es ist 2015).  Es könnte endlich der Prozess beginnen…

  1. Anhörung  Herbst 2015 (genaues Datum weiss ich nicht mehr) -  wird vertagt, weil die Klageschrift einem der Angeklagten nicht zugestellt wurde, weil sie an einen Mann mit gleichen Namen ging (Schlamperei des Gerichtssekretariats)
  2. Anhörung am 24.2.16  - wird vertagt, weil der gleiche Beklagte die Klageschrift zu spät zugestellt, also nicht 60 Tage VOR Prozessbeginn, bekommt. Die Carabinieri, die mit der Zustellung betraut waren, haben die Klageschrift zurückgehalten oder verschlampt, oder… oder – wer weiss das schon
  3. Anhörung am 11.5.16  -  wird vertagt, weil der Verteidiger eines der Beklagten sein Mandat zurückgelegt hat, aber es anscheinend zu kurzfristig war und die Zeit nicht eingehalten wurde, um einen neuen Pflichtverteidiger zu bestellen
  4. Anhörung am 1.6.16 – wird vertagt, weil der Verteidiger eines der Angeklagten beanstandet, dass die Klageschrift an seinen Mandanten nicht ordnungsgemäss zugestellt wurde
  5. Anhörung am 14.9.16 – auch hier wird vertagt werden. Das wissen wir leider jetzt schon, da es weitere Punkte der drei Gegenanwälte gibt, die die Richterin zu einer Verschiebung veranlassen könnten.

Da das SCHRIFTLICHE Beweismaterial, das wir gesammelt haben und das nach wie vor in FB und auf den diversen HPs nachlesbar ist, erdrückend ist und es keinen Zweifel an einer Verurteilung dieser Leute geben kann, spielen die Gegenanwälte auf Zeit. Nach 7,5 Jahren verjährt eine Causa und der Prozess ist Null und Nichtig. Wie viel verlorene Zeit, Kraft und Geld!

Es gibt hier keine „einstweilige Verfügung“, die dieser Hexenjagd, dieser elenden Schlammschlacht Einhalt gebieten könnte. Mein Name ist für immer beschmutzt, egal wie und ob dieser Prozess jemals endet, es wird immer an mir etwas haften bleiben.

Leider musste ich diesen Weg gehen, gerne hätte ich diese Leute ignoriert – aber das hätte das AUS für die italienischen Hunde bedeutet. Gesundheitsministerium, Regionen, Bürgermeister und Vetämter lassen sich sehr wohl von solche Verleumdungen beeinflussen, verunsichern … die öffentliche Meinung ist wichtig für die Volksvertreter und sie haben alle Angst einen falschen Schritt zu machen. Da sie selbst keine Zeit und Lust haben, sich über das Thema Auslandstierschutz zu informieren, lassen sie lieber ihre Hunde hinter Gittern.

Wenn man sich vorstellt, dass ich mindestens SIEBEN mal von diversen Vereinen, wie ENPA, lokalen Tierschutzvereinen aus Terni und auch anderen Leuten angezeigt wurde und ALLE Anzeigen archiviert wurden aus Mangel an Beweisen, obwohl gegen mich ermittelt wurde (abgehörte Telefone, Interpol in D, sonstige Untersuchungen, die mir nicht bekannt sind) – was wollen sie denn finden? Hunde, die von Familien liebevoll aufgenommen wurden! Könnt Ihr Euch die Geldverschwendung des italienischen Staates vorstellen für aufwendige Untersuchungen und Prozessverfahren, WEIL ITALIENISCHE HUNDE EIN GRÄSSLICHES CANILE VERLASSEN, UM ES GEGEN EIN DEUTSCHES (NAZI)-SOFA (wie mir ins Gesicht gesagt wurde) EINGETAUSCHT HABEN? Ich werde hier stellevertretend für dt. Tierschutz in der Luft zerrissen, weil ich mich für diese, von allen verlassenen, Tiere einsetze.

Es ist interessant zu beobachten, wie stark negative Energien sind. Einige Wenige halten mit ihren Boshaftigkeiten die Suppe am Köcheln. Jeglicher Klärungversuch  wird im Keim erstickt. Sogenannte Tierschützer, die eigentlich Hunden helfen sollten, vergeuden ihre Zeit hinter dem PC, um Lügen zu verbreiten. Ein paar Leute haben versucht erklärend einzugreifen und das schlechte Bild von D in ein rechtes Licht zu rücken, zB Italiener, die in D leben wollten von ihren Erfahrungen berichten – sie wurden als Verräter am Vaterland hingestellt und haben sich schnellstens zurückgezogen, denn diesen verrückten Angriffen waren die gutgemeinten Leute nicht gewachsen.

Es ist beschämend, was in diesem Land passiert, wie mit Menschen und Tieren umgegangen wird. Meine Conclusio nach all den Jahren Tierschutz: in Italien lebt es sich besser, wenn man wegsieht und alles so belässt, wie es ist. Bloss nichts ändern! Nein, im Gegenteil, am besten, man ist dreht ein paar linke Dinger, dann ist man Gewinner! Ein anständiger Mensch geht hier unter und hat in jeder Hinsicht das Nachsehen!

Eine traurige Bilanz für ein EU Land, das nichts in der EU verloren hat!

 

09.05.2016

Gestern Abend ist Sandro Natalucci überraschend verstorben. Auch wenn dieser Mann unendliches Leid bei den Tieren verursacht hat und gerade in seinem canile mein Leben sich grundlegend verändert hat, durch all die Probleme, die eine Adoption aus seinem canile mit sich brachte, tut es mir trotzdem leid, speziell für die Familie. Er war ein schwacher Mensch, der leider keine Ahnung von Unternehmensführung hatte, er war hoch verschuldet, weil die Gemeinden ihn nicht rechtzeitig oder überhaupt gezahlt haben … alles, was die Hunde ausbaden mussten.  Alles unverzeihlich … und trotzdem fühle ich mich traurig. Im Moment befinden sich knapp über 100 Hunde in seinem canile, das sich auf alle Fälle verändert – verbessert hat, Dank seiner Kinder, die dort mithelfen und sehr liebevoll mit den Hunden umgehen und sich auch um ängstliche kümmern.

Im Moment ist hier alles wie gelähmt und niemand weiss, wie es weitergehen wird. Da es sich nur um Hunde aus Lazio handelt, hoffe ich natürlich, dass das DIE Gelegenheit ist, sie wieder nach Lazio zurückzubringen … mal sehen, was kommt.

05.05.2016

Ich will Euch gar nicht auf die Folter spannen … WIR HABEN GEWONNEN!!!

Das Gericht hat uns Recht gegeben, wir können die Hunde adoptieren und die, die schon in D sind, dürfen dort auch bleiben J J J

Das heisst natürlich noch nicht, dass ich nicht auf vehementen Widerstand stossen werde, wenn ich die Hunde abhole. Ich möchte schon nächste Woche, nach dem 11.5. wo ich 2 Zeugenaussagen zu 2 verschiedenen Prozessen am gleichen Tag, im gleichen Gericht in Terni habe (und bitte mich bis dahin mit unwichtigen Dingen nicht zu belasten) – also möchte ich spätestens am 12.5. ins canile fahre, neue Fotos machen,  von den noch nicht angefragten Hunden  und wenigstens 2 mitnehmen … so der Plan. Was die sich bis dahin einfallen lassen, ist ein anderes Kapitel.

Einen Wermutstropfen gibt es, nämlich, dass jetzt gleichzeitig ein Antrag auf Änderung des regionalen Gesetzes läuft, das ebenfalls beinhalten soll, dass keine Hunde mehr ins Ausland fahren können … die wissen nicht mehr, was sie sich einfallen lassen sollen. Da habe ich noch keinen Ausgang – mal sehen, was wirklich dahinter steckt!

 

04.05.2016

Ihr habt so brav Daumen und Pfoten gedrückt – also muss ich Euch kurz auf den letzten Stand der Dinge bringen J

Heute Vormittag war die Anhörung am Verwaltungsgericht, aber schon am Montag hat die Gegenpartei, die uns angezeigt hat, eine Mail an das Gericht und die beiden Anwälte (meine Raffa und den Anwalt von der Gemeinde) geschickt, mit dem Hinweis, dass die Anwältin eine Verschiebung des Termins vorschlägt, weil sie leider gerade heute, Mittwoch,  verhindert wäre. Nun ist es bei Gericht usus entweder einen Ersatzkollegen zu schicken oder das Gericht zu bitten den Fall zeitlich vorzuziehen, damit man anderen Verpflichtungen nachkommen kann. nichts dergleichen kam als Vorschlag von der Anwältin, denn deren Taktik ist die ZEITVERZÖGERUNG. Je länger sie ein Urteil hinauszögern können, desto besser für sie … und die Hunde von Montefranco warten und warten.

Also ist Raffa heute nach Perugia gefahren und hat dort ihren Kollegen von der Gemeinde vorgefunden und einen Ersatzkollegen der Gegenpartei, denn selbstverständlich konnte sie sich nicht mehr präsentieren, nach dem Wirbel, den sie wegen der Verschiebung aufgeführt hatte J

Der Ersatz hat natürlich sofort gedrängelt alles zu verschieben, wie die verhinderte Kollegin aufgetragen hatte – aber … das Gericht hat UNS Recht gegeben und die Verhandlung wurde akzeptiert

Das bedeutet, dass die 3 Richter jetzt 2 Tage maximal Zeit haben, ein Urteil zu fällen – da wissen wir natürlich  noch nicht, wie der Ausgang ist. also noch 2 Tage drücken bitte … Aber es ist für mich schon eine Riesenerfolg, dass die ganze Sache, egal wie sie dann ausgeht, nicht verschoben wurde und wir sehr schnell wissen, wie es mit den Montefrancohunden weiter geht!

20.04.2016 

Ich habe heute diesen „Brief“ von der umbrischen Gemeinde Stroncone bekommen, wo speziell auf der letzten Seite ein Herr (DR.) Steinlein Friedrich, angeblich Tierarzt,  ziemlich schlimme Sachen über Deutschlands Tierschutzhunde schreibt. Kernpunkte sind:

  • Auslandhunde kommen ausnahmslos in Tierversuche, werden gut von illegalen Labors bezahlt und alles was TSV machen ist gefaked (falsche PS, EP, …)
  • In D gibt es Streunertum und wenn die Hunde nicht schnell aus den angeblichen „Tierheimen“ befreit werden,  werden sie getötet

Dieser Schmutzbrief ist angeblich an alle Bürgermeister Umbriens gegangen. Das, weil am 4.5. eine Anhörung am Verwaltungsgericht ist, wo entschieden wird, ob jemals wieder ein Hund diese Region verlassen darf.

Wenn es diesen Herrn Steinlein nicht geben sollte (was ich annehme), weil wir ihn nicht in Google gefunden haben, weder als Privatperson noch als TA! Es ist auch in perfektem Italienisch geschrieben – mit den gleichen Ausdrücken, die Italiener verwenden, wenn sie gegen uns hetzen …

10.04.2016

Montag ist keine Gerichtsverhandlung, da muss Raffa eine Anzeige bei Gericht abgegeben gegen eine Fernsehstation, die ein Interview mit dem Betreiber vom canile Tivoli geführt haben, ohne mich auch zu befragen und das unzensuriert gesendet haben. Ein absoluter Skandal und sehr schädlich für meine Arbeit. Also musste die arme Raffa enorme Arbeit leisten und muss alles dokumentieren, was in diesen Jahren passiert ist und natürlich muss ich auch über die 6 Hunde von Tivoli Bescheid wissen. Das ist ein Haufen von Beilagen, die wir vorbereiten müssen. In den Jahren sind auch 7 (!!) Archiviationen von Anzeigen gegen mich dazugekommen und die Anzeigen, die ich gegen dieses Gesindel gemacht habe. Ich bin ziemlich sicher, dass wir das gewinnen werden … irgendwann in 5 Jahren

Wie auch immer, vergesst nicht: ICH MUSS ÜBER JEDEN HUND BIS ZU SEINEM (ODER MEINEM) TOD IMMER BESCHEID WISSEN! Deshalb ist es so wichtig, dass wir wenigstens einmal im Jahr eine Rückmeldung bekommen!!

Montefranco ist ein anderes Kapitel: da wurde die Gemeinde und ich beim Verwaltungsgericht (TAR) angezeigt, um zu verhindern, dass weitere Hunde aus umbrischen canili ausreisen dürfen. Es ist richtig, dass das alle schon angefragten Hunde betrifft. Aber da das gegen jede EU Vorschrift ist, bin ich auch hier zuversichtlich, dass wir das gewinnen. TAR arbeitet schneller, dh wir wissen entweder Ende April oder Anfang Mai Bescheid, ob wir gewonnen haben. Wieder ein enormer Aufwand für die arme Raffa. Die Gemeinde wird von ihrem Kollegen Paolo Caruso vertreten, der Verwaltungsspezialist ist. Raffa ist ja eigentlich nur Strafverteidigerin, also ist das ausserhalb ihrer Kompetenz. Aber Dank meiner Probleme, kann sie mittlerweile sämtliche Bereiche abdecken J sie ist einfach zu gut und ich kann Euch versichern, dass wir ohne sie, keinen Hund aus ganz Italien mehr bekommen hätten!

Mein Ziel bei den umbrischen Tierschützern ist, dass sie endlich zur Kassa gebeten werden für das Leid und den Schaden, den sie anrichten. Denn solange sie ungestraft mein Leben ruinieren dürfen und max die Gerichtskosten zahlen müssen, wird nie Ruhe sein. Erst wenn es anfängt ihnen weh zu tun, dh sie wirklich viel Geld zahlen müssen, werden sie hoffentlich überlegen weiter zu machen. Bzw die Polizei und die Staatsanwälte werden hoffentlich ihren verrückten Phantasien keine Beachtung schenken. Ich weiss, dass ich das nicht mehr lange mitmache, denn ich bin finanziell am Ende und habe auch keine Lust vor Gericht 4 Jahre später auszusagen, wo ich mich kaum mehr erinnere.

 

30.03.2016

Die Bürgermeisterin und ich sind wieder von den"Tierschützern" aus Terni am Verwaltungsgericht angezeigt worden, weil Trudi und Ripreso in D adoptiert wurden. Ein dejá vu, denn vor kurzem hat es mich alleine getroffen  - die Forderung war, dass die Hunde aus Stroncone wieder heim ins Reich sollten…

nun trifft es die beiden Oldies Trudi und Ripreso – auch hier wird vehement gefordert, dass sie wieder zurückkommen sollen – weil liebevolle italienische Adoptanten auf sie warten würden.

Eigentlich ist es ja fast komisch. Ich wundere mich wirklich, dass sie den Mut haben Raffaella immer wieder herauszufordern. Unsere Gegner haben bis jetzt nichts gewonnen, immer nur eine drüber gekriegt und hatten NIE Recht und trotzdem (oder vielleicht deshalb?) versuchen sie es immer wieder. Ihre Position ist schlecht, da es immer mehr Archivierungen zu meinen Gunsten gibt … aber es ist einfach mühsam. Raffaella tacktet am Limit mit der Arbeit und ich muss das selbstverständlich bezahlen.

Das Verwaltungsgericht arbeitet hier sehr schnell und wir können mit einem Schiedsspruch in ungefähr einem Monat rechnen, der dann in einem Jahr bestätigt werden muss.

Trotzdem bleibt immer alles offen, denn der Präsident des TAR (Verwaltungsgericht) ist ein alter Mann, der seine eigenen Ideen über Deutschland hat … so sagte er mal: wissen Sie, dass auf Deutsch DAS Tier ein Neutrum ist? Was auch immer er damit sagen wollte … er ist sicher kein Freund der Deutschen – und darauf hoffen diese umbrischen Tierschützer. Nun, er hat es mit Raffaella und ihrem Kollegen Paolo zu tun, die sehr gut vorbereitet sind und nichts dem Zufall überlassen werden.

 

06.03.2016

Ich habe gestern mit Sara gesprochen, die ebenfalls bestätigt, dass Paola angedeutet hätte, dass sie mit Ende August alle entlassen wird. Bis dahin braucht sie noch Personal für die Sommerpension, aber dann wird es eng für alle. Da ich nicht möchte, und ich hoffe, Ihr stimmt mir zu, dass die Hunde, die jetzt schon im Dog sind, von ihren Gemeinden abtransportiert und wer weiss wohin (ein anderes Imola?) gebracht werden, würde ich Euch bitten, für die nächsten Trapos Hunde aus dem DOG V zu bevorzugen. Alba haben wir ziemlich aufgeräumt, es fahren auch im März wieder über 10 Hunde von ihr ab.

Angeblich befinden sich im Dog V um die 130 (wahrscheinlich weniger) Hunde, für die wir Plätzchen suchen müssen. Vor August gibt es noch 2 TRapos (Mai und Juli). Je mehr wir da unterbringen, desto besser.

Ihr habt schon 2x bei der Leerung eines caniles mitgemacht – ich bitte Euch auch diesmal und Eure Hilfe!

Ich sehe schon förmlich die Frage: was wird dann sein? … ich weiss es nicht! Ich mache mir auch keinen Kopf diesbzgl – hier in Italien ändert sich alles von heute auf morgen, dass man unmöglich Prognosen abgeben kann! Nach dem  Motto: schau ma amal, was kommt.

13.02.2016

Heute sind wir zu diesem schrecklichen Ort gefahren, wo diese armen Tiere unter unbeschreiblichen Bedingungen gehalten werden. Das Hexenhaus ist eine Luxusherberge verglichen damit. Mal vorweg – es sind KEINE Malteser!! Kleine wuschelige Mischlingshundchen

Zwei von der Forstpolizei und wir (einige Tierschützer) kamen gegen 9.30 dort an. Das ganze Gelände, wie man auf Film und Fotos sehen kann, ist eine Müllhalde auf der Hunde, Katzen und entsetzlich viel Geflügel leben. Die Katzen sind fast noch ärmer als die Hunde, die halbwegs gut gefüttert waren. verwahrlost zwar, aber für den Amtstierarzt, der später dazu kam, war die Horroszene nicht so schlimm …

der Reihe nach: als wir gegen 9.30 dort ankamen, war kein Mensch am Hof, die Forstpolizei ist dann in das Haus gegangen und hat mit den Leuten gesprochen, während wir herumgelaufen sind und alles fotografisch dokumentiert haben. das Baby in der Tonne wurde als erstes gerettet und sofort in ein warmes Auto gesteckt  Die Mama hing an der Kette davor und wir mussten sie vorerst dort lassen. Dann kam die Polizei mit dem Typen zurück, der sich nur Dank eines Stocks auf den krummen Beinen halten konnte. Er lief herum und schrie und verfluchte uns, dass wir die Hunde nicht anrühren dürften, … in der Zwischenzeit hatten wir aber schon angefangen die Hunde in das Transportauto zu setzen, er versuchte dauernd ins Auto zu kommen, um die Hunde wieder rauszuholen. Einen armen Kleinen erwischte er am Bein und wollte nicht loslassen – ich dachte schon, er bricht ihm das Bein und habe seine Hand gehalten, während Monika im Auto versuchte den Hunde ins Auto zu ziehen …

später kam dann seine Frau dazu, die einen hysterischen Anfall nach dem anderen bekam und zwischen Kreischen und Heulen hin und her lief, alle verfluchte und bedrohte. Ich kann Euch versichern – tiefstes Niveau! Selbstverständlich war kein Hund gechipt oder registriert. Unsere 2 Forstpolizisten waren überfordert und haben Verstärkung angefordert … also standen dann 5 Forstpolizisten herum und taten … nichts! Irgendwann wurde das Vetamt angerufen und es dauerte wieder eine Weile bis der Dottore ankam und meinte, dass eigentlich keine Tierquälerei vorliegen würde   und man dem armen Mann nicht alle Hunde wegnehmen könne.

Hier kann einfach nichts funktionieren, wenn die Behörden selbst alles runterspielen und teilweise die Gesetze nicht kennen. Da diese Leute noch eine Tochter mit Down Syndrom haben, ist das hier ein Grund, den armen Leuten nicht auch noch die Hunde wegzunehmen, da sie als Art „Pet Therapie“ dienen würden … Leute, die kaum auf sich schauen, wie sollen die auf die Tiere achten? Aber das Sozialamt ist hier sehr kulant … die Verrückten haben immer Recht! Heute habe ich selber von der Polizei gehört: man muss sehr vorsichtig mit solch ignoranten Leuten sein und darf sie nicht provozieren …

Zum Glück waren wir eine gute Gruppe, die sich nicht einschüchtern liess, weder von diesen schrecklichen Leuten, noch von Vetamt und Polizei, die uns gerne auf den Mond geschossen hätten.

Insgesamt liefen dort 18 Hunde herum. Wir haben 12 weggeholt und mussten leider 6 dort lassen. Das war überhaupt eine schräge Nummer – wir hatten 2 kleine Rüden schon im Auto, als der Alte die Polizei so beschwatzte, dass sie ihm doch glatt die Hunde wieder gaben. Eines konnten wir nicht einfangen und 3 sassen vor dem Kamin im Haus und wurden wie die „Prinzen“ gehalten …

Wenn ich daran denke, dass gestern ein kleines Hundchen totgebissen wurde und 3 Babies hinterlassen hat, will ich gar nicht wissen, wie viel Hunde dort überhaupt schon gestorben sind – da alle unkastriert sind und dafür relativ wenige Hunde sich dort befunden haben …

Endlich nach 3 Std Regen konnten wir von diesem Hof fahren – alle Hunde wurden ins Dog V gebracht. Einige der Hündinnen sind sicher trächtig … am Montag werde ich mit Paola eine Bestandsaufnahme machen und versuchen einen Überblick zu bekommen.

Olivia und ich mussten noch auf Kommando um ein Protokoll aufzunehmen, nochmal 2 Std weg … bin endlich um 17.00 nach Hause gekommen.

Die arme Olivia, die diese Beschlagnahmung vorangetrieben hat, musste um 18.30 nochmal zum Bürgermeister, um die Hunde freizugeben, denn, so seltsam es klingt, könnten die Herrschaften, wenn sie ihre Strafe zahlen (keine Chip = 50€/Hund, Kettenhaltung …) ihre Tiere wieder bekommen – eigentlich war immer Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber hier in Italien ist auch alles möglich, speziell wenn es gegen das Gesetz ist!

20.12.2015

Heute war Rosanna bei mir, um mir unter anderem das Projekt „Leishmania Center“ vorzustellen, dass Livio ins Leben gerufen hat und dass ALFA unterstützen wird.

Livio hat einen neuen Bereich in der Fattoria di Tobia gebaut mit neuen Zwinger mit Holzboden für leishmaniosekranke Hunde. Diese werden speziell untergebracht, therapiert und bekommen eine vegane Ernährung. Hier können wir von ALFA die Hunde auch regelmäßig besuchen und sie in den Auslauf holen. Ziel ist es u.a. das Bewusstsein der Krankheit in Italien zu verbessern, weil immer noch sehr viele Hunde mit Leishmaniose ausgesetzt oder gar nicht adoptiert werden, weil die Menschen Angst vor der Krankheit haben. Das Projekt möchte auch benachteiligten Hunden aus anderen Teilen Italiens mit Leishmaniose helfen. ALFA würde sich u.a. um die Adoptionen dieser Hunde kümmern. Livo hatte überlegt evt. auch im Ausland Vorträge zu halten (wie genau und vor wem war noch nicht so klar, aber vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen?). In jeden Fall würden Rosanna und noch eine/ein andere/r Ehrenamtlichen von ALFA gerne im Frühjahr nach Deutschland kommen und ein paar der ALFA-Hund in ihren Familien besuchen, wenn das möglich ist. Vielleicht könnte Livio auch mitkommen, um einen Vortrag zu der Thematik zu halten? Waren erstmal alles nur ein paar Ideen von Rosanna heute.

Livo schwört auch darauf, das Glucantim alle 3 Tage in die Vene zu geben, was sich als sehr effektiv und wenig schmerzhaft für die Hunde erwiesen hat. Allerdings basiert die jeweilige Therapie auf der Gesundheitslage des einzelnen Hundes (wenn die Nierenwerte schon im Keller sind, dann z. B. lieber Milteforan).

So, ich hoffe ich hab das mal so einigermaßen wiedergeben können wie Rosanna mir das heute präsentiert hat und freue mich auf eure Meinung zu dem Projekt.

14.10.2015

Es ging mir auch jahrelang so … ich habe NIE etwas von dem Elend mitbekommen. Das ist hier ziemlich versteckt … sicher, je weiter man in den Süden fährt, desto präsenter sind die Tiere auf der Strasse.

Auch richtig, NORD Italien ist sicher anders – schon allein klimatisch bedingt gibt es kaum Streunertum – so wie bei uns! Da würde sicher keinem Touristen etwas auffallen. Im Norden sind sie nicht dumm – sie wissen, dass viele Deutsche mit Hund Urlaub machen und haben sich angepasst – die Hunde dürfen in Hotels und Restaurants – das war vor kurzem noch nicht so! aber Geld macht es möglich, dass sie über ihren Schatten springen und die Hunde akzeptieren.

Keine Frage, die Norditaliener haben eine andere Mentalität als der Süden … und darunter leiden sie auch – am liebsten hätten sie, dass nach Florenz die Sintflut käme J

Ob sie über canili Bescheid wissen … Otto Normaverbraucher möglicherweise nicht! Ich war in Wien NIE in einem TH! Meine Bekannten in Italien wissen um das Elend nur, weil ich es ihnen erzählt habe … Aber ich kann Euch versichern, dass es auch in Norditalien schlimme canili gibt (wir erinnern uns an Imola?? – das ist bei Bologna, in einer reichen Region, die sich zum Norden zählt). Ich kenne ital. Tierschützer, die bei Bergamo helfen und was die erzählen, unterscheidet sich nicht sehr von meiner Realität. Andererseits bringen viele Tierschützer ihre Hunde in den Norden, weil sie bessere Vermittlungschancen haben. Ich kümmere mich nicht um Vermittlungen, speziell nicht in Italien und weiss nicht, wie die Hunde hier gesehen werden, am ehesten vom Schreibtisch aus auf einer HP … da sind die Norditaliener sicher besser organisiert, als der chaotische Süden.

Italiener gehen im Allgemeinen IMMER den Weg des geringsten Widerstandes – nach dem Motto: bloss nicht über den Tellerrand gucken! Verantwortung, Civilcourage sind Fremdwörter hier – und wer sich davon unterscheidet, hat sofort ein Problem und mit den Behörden  & Gerichten zu tun. Wer will denn das in Bella Italia?

Und noch was ist ganz bezeichnend für GANZ Italien: sobald ein Hund, und wenn er noch so alt, krank, „hässlich“, … ist einen BESITZER hat, wird das der tollste Hund! NIEMAND würde es hier wagen einem Tier mit Besitzer einen schiefen Blick zuzuwerfen – aber wehe das Tier ist herrenlos …

Seit ein paar Jahren gibt es am Sonntag nach den Mittagsnachrichten einen Beitrag , das Programm heisst ARCHA di NOE und da werden natürlich nur nette Dinge gezeigt über Tiere.

Jeden Abend gibt es nach den Nachrichten ein Programm, das verschiedenste Missstände hier aufzeigt, es dauert ca 30min (man könnte es auf Monate durchgehend ausdehnen… mit all den Problem hier) – da gibt es Beiträge über alle Bereiche: Gesundheitswesen, Verkehr, Politik (unglaubliche Sachen, wie das Volk besch… wird) und auch oft Tierschutzbeiträge – Tierquälereien, die aufgedeckt und weiter verfolgt werden. Das findet hier grossen Anklang, ABER solange alles vom Esstisch aus „verarbeitet“ wird, ist es nur halb so schlimm – wenige Italiener würden sich für RECHT einsetzen, denn das ist mit Arbeit, Geld, Zeit, … verbunden! Das sollen besser andere mache …

Habe ich Euch ein bisschen den ITALIENER näher bringen können? la dolce vita und o sole mio … das ist Film aus den 50er Jahren, die Realität sieht anders aus. Ihr kennt die Maslowsche Bedürfnis-Pyramide? (https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie )

Nun, hier stehen die südlichen Länder ganz weit unten …

Das war das Wort zum Mittwoch Abend – morgen habe ich einen weiteren Termin vor einem Richtertisch, weil ich nicht wegschaue.

10.07.2015

Es ist kein Geheimnis, dass ich (stellvertretende für Deutschland, dt. Tierschützer und unsere gesamte Tierschutzarbeit) in Italien seit Jahren angegriffen werde. Ich habe jahrelang dazu geschwiegen, da die Anschuldigungen so absurd waren, dass ich mich nicht wirklich angesprochen gefühlt habe. Leider nahmen diese Angriffe und Verleumdungen zu, dass auch verschiedene canili (zB: Casa Luca oder ein canile in Tivoli „Qua la zampa“) mich nicht mehr einlassen wollten, um Hunde zu holen.  Man warf mir vor, dass ich eine „ indagata“ (frei übersetzt bedeutet es Verdächtige) sei und man wolle nichts mit mir zu tun haben…

Nach wie vor hatte ich noch immer keine Ahnung, was sich hinter den Kulissen wirklich abspielte. Im Dezember 2011 versuchte ich 6 Hunde aus dem besagten canile in Tivoli zu holen und sah mich gezwungen Carabinieri, Forstpolizei und ASL um Hilfe zu rufen, um an die Hunde zu kommen! Dann riet mir eine Freundin mich an einen Anwalt zu wenden, was ich im Januar 2012 tat und seitdem mache ich keinen Schritt mehr ohne Raffaella. Sie ist Strafverteidigerin und hat meine erste Anzeige gegen einen der Typen, die  mich fast tätlich vor der Polizei angriffen zu Gericht gebracht (nur zu Info: im Oktober ist wieder eine Zeugen-Anhörung – es dauert ewig hier, bis ein Prozess abgeschlossen ist). Nach dieser relativen Bagatelle, die eigentlich nur ein Zeichen setzen sollte, dass ich mir nicht alles gefallen lasse, brach eine Welle los, die über mir zusammenschlug und aus der ich erst jetzt  langsam wieder auftauche. Es war unbeschreiblich, auf was Raffaella und ich in den nächsten Monaten stiessen

-    Anzeigen, wo gegen mich (ohne dass ich es wusste) ermittelt wurde, mit abgehörten Telefonen (ich besitze 600 Seiten Aufzeichnungen, wo jedes Wort und jede sms mitgeschrieben wurde) – nur auf Drängen meiner Anwältin hat die Staatsanwaltschaft dieses Verfahren eingestellt, aus Mangel an Beweisen

-    Verleumdungen, rassistische Angriffe im Internet jeglicher Art gegen mich und gegen Deutschland

-    Tätliche Angriffe und Menschenansammliungen im canile Stroncone, wo ich über Stunden festgehalten wurde, weil ich 7 Hunde abholen wollte (geschehen 6.12.12) und nur mit Hilfe der Polizei und ASL die Hunde mitnehmen konnte.

 RR Raffaella, meine Anwältin, hat immer wieder als Konsulentin einer grossen ital. Tierschutzorganisation LAV bei Beschlagnahmungen geholfen und hatte, im Gegensatz zu vielen Anwälten, eine Ahnung von den herrschenden Tierschutzgesetzen – aber vieles, speziell, was  Auslandsadoptionen angeht, musste sie sich einlesen und viele Dinge wurden  für sie aus dem Deutschen übersetzt, dass sie auch unsere Gesetze verstehen konnte. Mittlerweile ist sie wirklich eine Expertin auf diesem Gebiet und ich bin sehr stolz auf sie, denn abgesehen davon, dass sie sehr gewissenhaft ihre Arbeit macht (nicht unbedingt natürlich in diesem Land) hat sie auch noch nie einen Prozess verloren! Selbst sie sagt, dass sie nie gedacht hätte, was hinter dieser, eigentlich lobenswerten Arbeit, für ein Sumpf steckt.

Hier in Italien ist ALLES mit GELD verbunden – so natürlich auch das Geschäft mit Tieren! MILIARDEN werden jährlich vom Staat an private Betreiber für die Unterbringung ihrer Streuner bezahlt (nachzulesen unter „Tierheimalltag in Süditalien“) – auch italienische Tierschutzvereine sind darin involviert und unter dem Mäntelchen der Besorgnis um das Wohlergehen der Hunde, greifen sie mich/uns an! ich schicke schon seit Jahren übersetzte Artikel, die die Boshaftigkeit aufzeigen, aber es scheint sehr schwer für Deutsche zu sein, dagegen anzugehen, da man sich nicht angesprochen fühlt. Schade! Denn der eigentliche Kampf in diesem Land ist ein LEGALER! Italien hat ziemlich gute (Tierschutz) Gesetze, aber sie werden meist nicht angewendet und das von den Behörden (Gemeinde, ASL ) in erster Linie!!

Ich könnte Romane schreiben, die aber nur zur besseren Verwirrung bei Euch beitragen würden, es ist tw so kompliziert, dass ich selbst den Überblick verloren habe, „wer gegen wen“ gerade aktuell ist. ABER alles hängt zusammen – der Kreis schlisst sich und so weit unsere Feinde auch voneinander entfernt sein mögen, sie schliessen sich zu einer Front im FB oder BLogs zusammen. Viele aus  der Gruppe, die diese Angriffe auf mich im Internet befürworten und mittönen sind entsetzlich ungebildet und glauben oft, dass  es wahr ist, dass ich

-          Hunde an Labore verkaufe

-          Hunde in D nach einigen Monaten automatisch getötet werden

-          Hunde an Bordelle geliefert werden

-          In Hunden Drogen schmuggle

-    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, allerdings sind meine Grenzen mehr als überschritten. Man kann nicht alles mit Unwissenheit und Dummheit entschuldigen und obwohl ich diese Leute mehrfach eingeladen habe, meine Transporte zu begleiten und sich zu überzeugen, wo und wie die Hunde aufgenommen werden, hat das niemand bisher in Anspruch genommen – es ist einfacher vom Schreibtisch aus „Tierschutz“ zu betreiben.

Solange ein Hund in Italien schlecht gehalten, misshandelt oder ausgesetzt wird, ist das alles nicht schlimm – aber wenn einer dieser ungewollten Tiere eine Adoption in D findet, ist das VERDÄCHTIG! Wie einer dieser Typen öffentlich schrieb: besser ein Hund in einem italienischen canile, als auf einem deutschen Nazisofa … das sagt doch alles, oder?

Mein Bericht, ist nur ein kleiner Auszug meines Kreuzzuges gegen Dummheit und mafiöse Machenschaften dieser Herrschaften  - warum tue ich mir das alles an? Nun, ich kann versichern, wenn ich nicht auf gewisse Anzeigen geantwortet hätte, dann hätte seit 2012 kein Hund mehr Italien verlassen! Diese Leute sind vor das Verwaltungsgericht gezogen mit der Bitte, meine Transporte umgehend zu stoppen, da höchste Gefahr für die Hunde bestünde, auch die schon in D Vermittelten sollten wieder zurückgeholt werden … nur Raffaella schaffte es mit hunderten von ausgedruckten Seiten von vorher-nachher Bildern der vermittelten Hunde, einem Stapel bestehender EU-Gesetze, ital. Gesetze und dt Gesetze, das Gericht umzustimmen, dass KEINE Gefahr bestünde! Hätten ich nicht darauf geantwortet, hätten die anderen gewonnen, wäre das das AUS für die ital. Hunde gewesen, nicht nur für meinen Verein, für alle operierenden Vereine in diesem Land.

Von Anfang an stemme ich die Anwalts- und Gerichtskosten aus eigener Tasche. Ich habe nie um etwas gebeten, weil ich die Kassen der Tierschutzvereine nicht belasten wollte – aber ich kann versichern, dass ich mittlerweile am Ende bin. Es ist auch meiner Ansicht nach nicht Recht, mich bei diesem Kampf allein zu lassen, da es in erster Linie D angeht – es ist nicht mein PERSÖNLICHER Kampf, es ist kein Rachefeldzug, sondern wir kämpfen hier um die Rechte der italienischen Hunde, die oft das Pech haben in falschen Händen zu landen, die ihr Heil hinter Gittern sehen und keine Adoptionen zulassen, nicht mal unter ihren Landsleuten. Meine Anzeigen haben die zuständigen Behörden auf den Plan gerufen und nun wird endlich gegen diese „Tierschützer“ selbst ermittelt, mit überraschenden Ergebnissen… MEINE UNTERSUCHUNGEN SIND ALLE BISHER EINGESTELLT WORDEN!!! Alle Anzeigen, die Raffaella vor Gericht gebracht hat, gehen in die nächsten Runden und werden wohl verhandelt werden!

Ich bin nicht stolz auf diesen dummen Rechtsstreit, ich habe das nicht gewollt und wurde in eine Situation gedrängt, auf die ich antworten musste … nun, sehen wir, wie es ausgehen wird.

Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in Italien bereits seit 1991 keine Tötungsstationen mehr, in denen eingefangene Streunerhunde nach Ablauf einer kurzen Frist getötet werden. Das Töten wurde mit Inkrafttreten des Tierschutzgesetzes 281/1991 verboten und das Aussetzen von Hunden wird seitdem mit Geldbuße oder Gefängnisstrafe geahndet. Außerdem sind Hundehalter gemäß diesem Gesetz verpflichtet, ihren Hund zu chippen und in der Anagrafe canina - einem nationalen Haustierregister - beim zuständigen Veterinäramt, registrieren zu lassen. Auch hat der Staat die gesetzliche Verpflichtung, der stetig steigenden Anzahl von Streunerhunden entgegenzuwirken und für eine Geburtenkontrolle zu sorgen. Das klingt in der Theorie hervorragend und eigentlich könnte Italien stolz darauf sein, ein umfangreiches und fortschrittliches Tierschutzgesetz verabschiedet zu haben. Doch leider existiert das Gesetz nur auf dem Papier und findet in der Realität keine Anwendung. Schlimmer noch. Statt Tötungsstationen gibt es nun Canile (Auffanglager/Tierheime) und entstanden ist ein System, welches für die Hunde statt einer Veränderung zum Positiven nun ein qualvolles, oft lebenslanges Leiden anstelle des Todes bringt.

 

Canile funktionieren nicht wie Tierheime im üblichen Sinne. Sie haben vielmehr den Charakter und die Qualität von Sammellagern, aus denen die meisten Hunde – sind sie einmal drin – nie wieder heraus kommen. Adoptionen sind oft nicht erwünscht, Besuchern und oft auch Tierschützern wird der Zutritt verwehrt.

Auf der Grundlage des neuen Tierschutzgesetzes entwickelte sich ein lukratives und florierendes Geschäft privater Firmen oder ital. Tierschutzorganisationen, da der italienische Staat die Canilebetreiber finanziell unterstützt und die Gemeinden für jeden Hund pro Tag zwischen einem und sieben Euro zahlen. Bei 500 Hunden sind das bis zu 3.500 Euro am Tag und 105.000 Euro im Monat. Eine lukrative Sache für die Betreiber, denen jeglicher Tierschutzgedanke fremd ist. Je mehr Hunde - desto höher der Verdienst. Je niedriger die Ausgaben - desto höher der Gewinn. Damit waren die Hundehöllen besiegelt. Selbstredend, dass das Geld der Gemeinden zum großen Teil nicht für die adäquate Unterbringung und Versorgung der Hunde aufgewendet wird, sondern in die Taschen der Betreiber wandert. Das Gesetz schreibt vor, dass jede Gemeinde ihr eigenes Canile bauen und betreiben sollte, was fast immer mit der Begründung "zu wenig Geld" abgelehnt wird. Eine Vogel-Strauss-Politik - ohne Weitblick und Wunsch dem Problem Herr zu werden.

Das Einfangen und Wegsperren der Hunde verändert nichts an der hohen Anzahl der Straßenhunde, die sich weiter vermehren und so für ständigen Nachschub sorgen.

 

Seit einiger Zeit zeigt sich noch ein neuer Aspekt, hervorgerufen durch die bestehende politische und finanzielle Krise in Italien. Waren/sind es die Betreiber, die das Geld kassierten ohne Gegenleistung für die Hunde zu erbringen, sind mittlerweile viele Gemeinden im Zahlungsverzug. Die Gemeindekassen sind leer, bzw. das vorhandene Geld wird ungern oder nicht für die Kosten der Hunde verwendet. Das bringt einige Canilebetreiber in große Schwierigkeiten, denn sie haben einen Vertrag und sind verpflichtet, für die Hunde zu sorgen. Manche sind mittlerweile monate- oder sogar jahrelang in Vorkasse gegangen, speziell, was das Futter betrifft. Somit bleibt notwendige medizinische Versorgung der Tiere völlig auf der Strecke. Immer mehr Canili sind hoch verschuldet und die Betreiber versuchen verzweifelt, sie zu abzustoßen. Meist ohne Erfolg. Den Hunden geht es schlechter denn je.

 

Was bedeutet ein Canileaufenthalt für die Hunde?

Trostloses Dahinvegetieren in kahlen, nackten, betonierten Zwingern, die sie nie mehr verlassen werden. Fast immer ohne jegliche Zuwendung, ohne Abwechslung, Ansprache oder Auslauf. Ein Leben auf ein paar Quadratmetern, ein Leben in Dreck und Gestank und Hoffnungslosigkeit. Oft gibt es keinen Schutz vor Hitze oder Kälte, keine Rückzugsmöglichkeiten. Der Stress- und Lärmpegel ist enorm hoch. Mit viel Glück gibt es zumindest regelmäßig Futter und Wasser, gerade genug um am Leben zu bleiben. In Spitzenzeiten wie im Sommer, wo besonders viele Hunde ausgesetzt werden, sind die Boxen überfüllt und die "Setzungen" führen zu oft tödlichen Auseinandersetzungen. In manchen Canilen werden die Hunde nicht kastriert und vermehren sich. Adäquate tierärztliche Versorgung ist Fehlanzeige, Krankheiten werden oft nicht behandelt, Verletzungen nicht versorgt und die Hunde verenden qualvoll. Die Kadaver verbleiben oft einfach in den Zwingern und es wird weiter die Tagespauschale der Gemeinde eingestrichen.

Von der Straße einsammeln, wegsperren, vergessen und Geld kassieren – das ist gängige Praxis in Italien.

Die Vermittlungschancen dieser Hunde in Italien selbst sind eher gering, speziell wenn sie ein bestimmtes Alter überschritten haben. Tierschützern vor Ort ist es über die Jahre nicht gelungen, an diesem System etwas zu verändern. Der Durchschnittsitaliener besucht kaum ein Canile, um sich einen Hund auszusuchen. Lieber geht er zum Züchter oder nimmt einen Welpen, den sein Nachbar oder ein Verwandter mal schnell von seiner Hündin hat werfen lassen.

 

In Italien gibt es keine bundeseinheitliche Regelung über Tierschutz. Regione (Region) – Provincia (Provinz) – Comune (Gemeinde) – sind drei politische Organisationseinheiten, die für herrenlose Hunde verantwortlich sind. Jede Region hat ihr eigenes Gesetz, welches die Einrichtung und den Betrieb von Tierheimen regelt. Jede Gemeinde hat (was ihre eigenen Hunde betrifft) im Rahmen des übergeordneten regionalen Gesetzes insoweit kommunales Selbstbestimmungsrecht.

Würden die zur Verfügung gestellten (Steuer-)Gelder statt in die Taschen der Canilebetreiber in staatliche Geburtenkontrolle der Streuner- und Canilehunde und nachhaltige Projekte (wie z.B. Aufklärungskampagnen, Schulprojekte) investiert, würden die jeweiligen Gemeinden Verantwortung übernehmen, sich für eine artgerechte Unterbringung und Versorgung ihrer Hunde einsetzen und deren Adoptionen fördern statt zu blockieren, würde sie die Leitung der Canili nicht in die Hände von Geschäftemachern sondern in die von wahren Tierschützern legen und würde das Tierschutzgesetz wirklich umgesetzt, wäre das Land bereits ein gutes Stück weiter.

Doch man WILL am Ist-Zustand nichts ändern. Viele ausländische Tierschutzvereine haben sich über die letzten Jahre mehr und mehr aus Italien zurückgezogen und ihre Arbeit auf andere europäische Länder konzentriert, in denen das Leid der Hunde nicht minder, aber die Rahmenbedingungen zum Helfen bessere sind. Ein Mitglied der LAV (Lega Anti Vivisezione), einer großen italienischen Tierschutzorganisation, sagte uns einmal: "Wenn ihr das Problem der Streuner löst, würden euch diese Tierschützer lynchen. Es ist alles, was sie haben und sie brauchen das..." - wie traurig, dass Tiere für die psychischen und sozialen Mankos mancher Menschen herhalten müssen.

In ihrem Bericht über den Tierheimalltag in Süditalien aus 2008 beschreibt Claudia Röckl das Geschehen aus eigener Erfahrung und berichtet über Ergebnisse ihrer Recherchen und Befragungen Beteiligter. Leider muss an dieser Stelle gesagt werden, dass sich bis heute kaum etwas an dieser Situation geändert hat, es ist eher schlimmer geworden. Welch ein Armutszeugnis eines führenden EU-Landes.